Alexander Köhl

Geschichten zogen mich schon seit frühester Kindheit in ihren Bann

Gespannt lauschte ich meinen Großeltern, wenn sie von „früher“ erzählten. Von ihrem Kolonialwarenladen , den Kriegswirren, dem Wiederaufbau, ihrem ersten VW-Käfer und ihrem Urlaub in den Sechzigern nach Rimini. Irgendwann bekam ich zu Weihnachten meine ersten Bücher geschenkt. Von da an ließen Karl May und Enid Blyton mich in meiner Fantasie durch Zeit und Raum reisen. Oft habe ich abends so lange im Bett gelesen, bis meine Mutter mich ermahnte, endlich die Nachttischlampe auszuschalten. Und die Lektüre einer guten Geschichte hat auch bis heute nichts an seiner Faszination für mich verloren.

Wie ich nun letztendlich zum Schreiben kam? Das war etwa vor zwanzig Jahren. Zur Bewältigung einer kleinen persönlichen Krise begann ich, über mein eigenes Leben zu schreiben. Anfangs fertigte ich nur Skizzen und Notizen zu mich prägenden Erlebnissen und Ereignissen. Mit der Zeit fing ich an, die Texte zusammenzufassen und zu einem autobiografischen Roman auszuformulieren. Eine Veröffentlichung des Manuskripts war nicht geplant. Dennoch machte mir die Arbeit an meinem persönlichen Projekt etwas sehr Wichtiges bewusst: dass mir Schreiben zur Leidenschaft geworden ist.

Schließlich berichtete mir eine Freundin von ihrer außergewöhnlichen Jugend als Leistungssportlerin der DDR und dass sie, ohne ihr Wissen, von Staatsseite gedopt worden war. Ein Stoff, der mich zu meinem ersten Kriminalroman „Victors Schützling“ inspirierte. Das war sozusagen der Startschuss, mich erstmals schriftstellerisch intensiv mit dem Leben einer anderen Person zu befassen.

Es folgten Jahre, in denen ich mich literarisch ausschließlich dem rein Fiktiven widmete. Als freier Schriftsteller verfasste ich sowohl zeitgenössische Romane, als auch noch weitere Kriminalromane, von denen einige in großen Publikumsverlagen erfolgreich veröffentlicht wurden. Nähere Informationen zu meinem Werdegang als Romanautor finden Sie auf www.alexander-koehl.de.

Nun widme ich mich seit einiger Zeit wieder intensiv dem biografischen Schreiben. Mit großer Freude habe ich als Ghostwriter die Memoiren eines bekannten Gesichts der Berliner Studentenbewegung verfasst und einige Privatbiografien erstellt. Informationen hierzu finden Sie unter Referenzen.

Daten und Fakten:

  • 1986–1993 Studium der Kultur- und Betriebswirtschaftslehre
  • 1993- 2004 Unternehmerische Tätigkeit in der Computerbranche
  • seit 2004 Freie schriftstellerische Tätigkeit
  • 2012 Mitglied der Jury des Friedrich-Glauser-Preises in der Sparte Kurzgeschichte
  • seit 2018 Mitglied im Biographiezentrum

Veröffentlichungen Romane:

  • 2004 „Victors Schützling“, Kriminalroman, Prolibris Verlag, Kassel
  • 2005 „Schatten im Garten Eden“, Kriminalroman, Prolibris Verlag, Kassel
  • 2009 „Wundmale“, Kriminalroman, Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek
  • 2010 „Opfertier“, Kriminalroman, Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek
  • 2013 „Die Stunde des Löwen“, Kriminalroman, Emons Verlag, Köln

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